Printempopurigado…/Frühjahrsputz…

„Das war ein Multi-Millionen-Dollar-Film [gemeint ist der Film „The great Race“ (1965)], und für den Einsatz einer 4,80 Meter großen Nachbildung des Eifelturms hatten wir 35 000 Dollar veranschlagt. Da fand einer unserer Mitarbeiter ein kleines Plastikmodell des Eifelturms, und wir machten uns den Spaß, dieses Modell für Probeaufnahmen zu benutzen. Wir hatten es in drei oder vier Stücke aufgeschnitten, Schnüre rumgewickelt und es vor eine fotografische Vergrößerung von Paris gestellt, aus welcher der echte Eiffelturm herausretuschiert war. Den Zusammensturz nahmen wir mit 72 Bildern in der Sekunde auf 70 mm-Film auf. Das Ergebnis zeigten wir dem Art-Director und erklärten, daß das natürlich nur ein Gag sei. Der mochte, was wir ihm zeigten, und entschied sich, es dem Regisseur zu präsentieren. Er klebte die Szene also an den Schluß der Tagesmuster, und bei der Vorführung lachte dann alles. Es begab sich, daß Producer-Regisseur Blake Edwards das Ding für die avisierte 35 000-Dollar-Miniatur hielt, obwohl es in Wirklichkeit doch nur ein Spielzeug für sieben Dollar war. Alles in allem, mit Filmmaterial usw., hatte die Aufnahme ganze 65 Dollar gekostet und wurde auch im fertigen Film verwendent.“

Linwood G. Dunn, ASC S. 69 in „Special Effects“ von Rolf Giesen, 1985.

Was für eine suuuuuper Geschichte! Ohne angeben zu wollen (na ein bisschen vielleicht): Bisher haben nicht alle Requisiten, die wir für vier Episoden gekauft haben, 50 Euro (~65 Dollar) gekosten!!!

Hab die Szene leider in „diesem Internet“ (‚Herzlichen Glückwunsch‘ nachträglich!) nicht gefunden, deshalb hier selbstgeklöppelt als gif-Datein (die ja quasi die Schallplatte des Internet ist):

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